Immobilien Fachbegriffe

Fachbegriffe aus der Bau- und Immobilienwelt und dem Vertragswesen

alphabetisch sortiert ...

ABCDFGHKLMOPR STVWZ

 

A 

Abgeschlossenheits-bescheinigungist eine Bescheinigung des Bauaufsichtsamtes. Diese bestätigt, dass die Räumlichkeiten nach dem Wohnungseigentumsgesetz WEG) in sich abgeschlossen sind. Abgeschlossenheit bedeutet eine bauliche Trennung von anderen Wohnräumen mit eigenem Zugang von außen.

Annuitätist die Jährliche Gesamtleistung auf eine Kapitalschuld, die sich aus Zins- und Tilgungsbeträgen zusammensetzt.

Anlieger Üblicherweise wird der Begriff bei für Durchgangsverkehr gesperrten Straßen gebraucht, die nur von eben jenen Anliegern befahren werden dürfen .

Anhydritfliessestrich
(alt: AE, neu: CA)

wird auch Calciumsulfatestrich (CA) genannt. Anhydrit ist chemisch sehr nah mit dem Gips verwandt, kommt in der Natur in Kristallform vor, kann aber auch industriell, durch Brennen von Gips,  hergestellt werden. Der Anhydritestrich ist nicht für Aussenbereiche oder Nassräume geeignet, da unter Feuchteeinwirkung Schäden durch Wasseraufnahme entstehen können.
  

Auflassungsvormerkung

Mit der Auflassungsvormerkung können Sie sich kostengünstig rückversichern, dass Ihre erworbene Immobilie auch rechtlich wirklich an Sie übertragen wird. Durch Eintragung in das Grundbuch ist das erworbene Objekt vor Zugriffen des Verkäufers oder Dritter geschützt.
  

Auflassung 

bezeichnet die zum Eigentumswechsel  von Flurstücken notwendige Einigung zwischen  Verkäufer und Erwerber.
    

Alleinauftrag 

Gemeint ist damit, dass einem Makler, und nur diesem und keinem weiteren, der Auftrag erteilt ist, ein Objekt zu vermakeln.
    

Anderkonto
(Notaranderkonto)

auch Treuhandkonto oder Treuhandander-konto, ist ein in eigenem Namen, aber für fremde Rechnung unterhaltenes Konto. Der Inhaber des Anderkontos verwaltet dieses für den Dritten treuhänderisch.
   

Atrium

Das Atrium ist ein rechteckiger Innenraum in der Mitte des Hauses, von dem aus die umliegenden Räume zugänglich sind. Es diente als Aufenthaltsraum für die Familie. Licht erhielt das Atrium über eine Öffnung im Dach.
         

B

 nach oben

Blower-Door-Testauch Differenzdruck-Messverfahren genannt, hier wird die Luftdichtigkeit eines Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, undichte Stellen in der Gebäudehülle aufzuspüren und die so genannte Luftwechselrate zu bestimmen. 

Bodenwert

ist der Wert des Grund und Bodens. Für die Bewertung werden Vergleichspreise herangezogen, wie sie für Grundstücke in gleicher Lage und mit gleichen Eigenschaften in letzter Zeit erzielt worden sind (Kaufpreissammlungen).

Brennwerttechnik /
Gerät 

Ein Heizkessel der den Energieinhalt des eingesetzten Brennstoffs nahezu vollständig nutzt (LAS-System). 


 

Bruttorauminhalt

ist in DIN 277 aus 1973 und 1987 definiert. Es handelt sich um den Rauminhalt eines Baukörpers, der nach unten von der Unterfläche der konstruktiven Bauwerkssohle und im Übrigen von den äußeren Begrenzungsflächen des Bauwerkes umschlossen wird.
                          
         

C

 nach oben

Carport  

Ein Unterstellplatz für PKW, dient zum Schutz vor Umwelteinflüssen wie z. B. Regen, Schnee oder auf den Scheiben gefrierende Luftfeuchtigkeit. Vorteil des Carports gegenüber einer Garage ist,  Feuchtigkeit wird durch die offene Bauweise schneller abgeführt, d. h. das Fahrzeug trocknet schneller. Dadurch sinkt die Gefahr, dass das untergestellte Fahrzeug rostet.
   

Courtage

Bezeichnung für die Vermittlungsgebühr eines Maklers beim Kauf oder Verkauf von Immobilien.
 

D

nach oben

Dampfsperre  

Luftfeuchtigkeit, die im Inneren eines Hauses entsteht, soll nicht in die Wärmedämmung gelangen, da auf diese Weise die Dämmwirkung vermindert wird.
Aus diesem Grund wird vor der Wärmedämmung eine Dampfsperre angebracht, damit diese vor Durchfeuchtung geschützt wird. Eine Aluminiumkaschierung z.B. kann als Dampfsperre eingebaut werden. 
 

Drempel

Die Außenwand bzw. Höhe (Kniestock) eines Dachraumes zwischen der Decke des obersten Geschosses und dem Dach, das zur Vergrößerung des Dachraums angehoben wurde wird als Drempel bezeichnet.
 

F

nach oben

Fassaden-anschlussfenster  

Ein Fassadenanschlussfenster wird direkt unterhalb eines Dachfensters in der Außenmauer des Dachgeschosses angebracht. Es schließt unmittelbar unter dem Dachfenster an.
  

Fogging - Effekt   

Fogging, auch Schwarzstaub oder magic-dust genannt (Schwarzverfärbung von Innenräumen) tritt in Wohnungen in Deutschland meistens zur Winterzeit auf.
 

Fußwalm

Hier ist nur der untere Teil des Daches abgewalmt, so dass ein Giebel im oberen Teil entsteht.
 

G

 nach oben

Galeriewohnung

Wie Maisonette,  jedoch über dem Luftraum, z. B. des Wohnzimmers, ein offener Raum, ähnlich einem Balkon.
 

Gaube / Dachgaube 

Dachaufbau im geneigten Dach eines Gebäudes, dient zur Belichtung und Belüftung der Dachräume, Gleichzeitig vergrößert eine Gaube den nutzbaren Raum im Dachgeschoss.
 

Gesamtschuldnerische Haftung 

Bei einer gesamtschuldnerischen Haftung unterschreiben mindestens zwei Personen (z. B. ein Ehepaar) einen Kaufvertrag. Die gesamtschuldnerische Haftung bedeutet, dass beide z. B. für die Zahlung der Notargebühren, bis zu dessen voller Erfüllung haften.
    

Grundbuch

Das Grundbuch ist ein amtliches öffentliches Verzeichnis von Grundstücken, welches in schriftlicher oder elektronischer Form geführt werden kann. Darin werden die Eigentumsverhältnisse sowie etwaige Rechte und Lasten des Grundstücks erfasst, die mit diesem verbunden sind. Es besteht aus dem Bestandsverzeichnis und drei Abteilungen.
     

Grundbuch:
         Erste Abteilung 

Hier werden die Eigentümer oder Erbbauberechtigten, ggf. unter Angabe der jeweiligen Anteile oder des Gemeinschaftsverhältnisses (z.B. „in Erbengemeinschaft" oder „als Gesellschafter bürgerlichen Rechtes"), und die Grundlagen der Eintragung eingetragen.
    

Grundbuch: 
         Zweite Abteilung 

Verzeichnet alle Lasten und Beschränkungen, die nicht in der Dritten Abteilung einzutragen sind: Grunddienstbarkeiten und beschränkte persönliche Dienstbarkeiten, Auflassungsvormerkungen (für die Zeit zwischen Abschluss eines Kaufvertrages und dessen endgültigem Vollzug) und Verfügungsbeschränkungen (Insolvenz- und Testamentsvollstreckervermerke, Vorkaufsrecht, Wohnrecht usw.).
     

Grundbuch: 
          Dritte Abteilung  

Diese enthält die Grundpfandrechte: Hypotheken (auch Zwangssicherungshypotheken, die beispielsweise die Finanzämter für Steuerschulden in einem verkürzten Verfahren eintragen lassen können), Grundschulden und (sehr selten) Rentenschulden.
     

Grundbuch: 
           Einsichtsrecht

 
In Deutschland wird die Öffentlichkeit des Grundbuchs (welches ein Register ist) von § 12 GBO eingeschränkt. Das Recht zur Einsichtnahme in das Grundbuch hat nur derjenige, der ein berechtigtes Interesse darlegt.    Bloßes Kaufinteresse an Grundstücken allein wird seitens der Amtsgerichte und Grundbuchämtern oftmals nicht als berechtigtes Interesse betrachtet.
       

Grunddienstbarkeit 

Nach deutschem Sachenrecht (§§ 1018 ff. BGB) eine Belastung eines Grundstücks (des dienenden Grundstücks) zugunsten des Eigentümers eines anderen Grundstücks (des herrschenden Grundstücks).
 

Grundschuld  Das dingliche Recht, aus einem Grundstück oder einem grundstücksgleichen Recht (z.B. einem Wohnungseigentum oder einem Erbbaurecht) die Zahlung eines bestimmten Geldbetrages zu fordern. Die Grundschuld wird als dingliches Recht in Abteilung III des Grundbuchs eingetragen.
  
H

 nach oben

Hypothek Ist ein Grundpfandrecht (§ 1113 BGB). Es kann am Eigentum an einem Grundstück, am Erbbaurecht, am Wohnungseigentum oder am Gebäudeeigentum begründet werden. die Höhe der Hypothek schrumpft mit jeder Zahlung des Eigentümers, die er auf das Darlehen (die gesicherte Forderung) tätigt.
     
K

 nach oben

Kaltdachauch zweischaliges Dach ist eine zweischalige, belüftete Dachkonstruktion. Aus dem Gebäude durch die Decke diffundierende Feuchtigkeit, wird durch eine unter der Dachhaut liegende Belüftung abgeführt.

Kehlbalkendach

eine Sonderform des Sparrendaches. Dabei werden die einzelnen Sparrenpaare jeweils durch einen waagerechten Kehlbalken verbunden. Beim ausgebauten Dachgeschoss dient die Gesamtheit der Kehlbalken, die Kehlbalkenlage, als oberer Abschluss des Dachgeschosses.
 

Krüppelwalmdach   

Wird auch Schopfwalm genannt, der Giebel ist nicht vollständig abgewalmt. Ein Walm, dessen Traufe oberhalb der Traufe des Hauptdaches liegt.
  

L

 nach oben

LAS-System 

LAS ist die Abkürzung für Luft-Abgas-System. Es ist Vorraussetzung für eine raumluftunabhängige Betriebsweise von Heizkesseln (Brennwertgeräte).
 

Leibung

Innere senkrechte Begrenzungsfläche bei Wandöffnungen für Türen und Fenster oder bei Nischen.    
                                              

Loggia 

Aus dem Italienischen: laubia = Laube. Gemeint ist ein offener, überdachter Freiraum innerhalb der Bauflucht eines Hauses (ein Balkon ragt im Gegensatz dazu über die Baufluchtlinie hinaus).  
                                                

M

 nach oben

Maisonette

Über mehrere Etagen versetzte Wohnung mit einer eigenen, innenliegenden Verbindungstreppe.
  

Makler- und Bauträgerverordnung
(MaBV) 

Regelt die rechtlichen Grundlagen zur Ausführung des Berufs. Grundsätzlich bedarf jeder Makler einer besonderen Erlaubnis nach § 34 c GewO (Gewerbeordnung).
       
O

 nach oben

Ortgang

Seitlicher Abschluss der Dachfläche am senkrecht stehenden Giebel.
           

P

 nach oben

Pultdach

Ein Dach mit nur einer geneigten Dachfläche.
   

R

 nach oben

Remise Die Remise ist ein Wirtschaftsgebäude, das in der Regel an der rückwärtigen Grundstücksgrenze für Fahrzeuge oder Geräte errichtet wurde.  
    
S

 nach oben

Satteldach 

Besteht aus zwei oder mehr gegeneinander geneigten Dachflächen.
 

Souterrain

Wohnräume unterhalb der Erdoberfläche.
  

Sparrendach 

ist eine traditionelle Dachkonstruktion zur Herstellung eines geneigten Daches. Das Sparrendach wird insbesondere bei kleinen Gebäudetiefen von 7 bis 8 Metern und einer Dachneigung von ≥ 30° gebaut. Durch den Einbau von Kehlbalken entsteht ein Kehlbalkendach.

Schwinden, SchwindrisseBei Baustoffen versteht man unter dem Schwinden die Volumenreduzierung des Baustoffs beim Austrocknen. So können bei zu schnellem Austrocknen z.B. bei direkter intensiver Sonnenbestrahlung von Mörteln oder Putzen Schwindrisse entstehen.
  
Schwindmaß Darunter versteht man das Verhältnis zwischen Volumen- bzw. Ausdehnung des Materials vor und nach der Trocknung.

T

 nach oben

Tandemgarage

Zwei Garagen hintereinander.
 

Tonnendach Ein Tonnendach ist gewölbt wie eine halbe liegende Tonne. Es bildet also eine Dachform, deren Querschnitt ein Kreissegment darstellt.
    

Traufe

An der Traufe befindet sich meist die Regenrinne.
 

V

 nach oben

Vorfälligkeitsentschädigung (VFE)

wird das Entgelt für die außerplanmäßige Rückführung eines Darlehens während der Zinsfestschreibungszeit bezeichnet.

W

 nach oben

Walmdach

Das Dach hat an allen vier Seiten Schrägen, also 4 Traufen.
 

Weiße Wanne

Ein Bauwerk mit wasserundurchlässigem Beton hergestellt.
  

Z

 nach oben

Zwerchdach

Hier verläuft der First des Daches quer (= „zwerch") zum First des Hauptdaches (längster First).
    

Zwangsvollstreckung 

Ist die Anwendung staatlicher Gewalt zur Durchsetzung privatrechtlicher Ansprüche des Gläubigers gegen den Schuldner, auf Grundlage eines vollstreckbaren Titels.
    

Zwangsvollstreckungs-unterwerfung

Damit kann  die Zwangsvollstreckung sowohl in den belasteten Grundbesitz als auch in das gesamte sonstige Vermögen erfolgen, ohne dass hierzu ein Urteil erforderlich ist.
 

zu den Immobilien Abkürzungen

 


zum Seitenanfang