Wie wird berechnet?
Wie wird der Energiebedarf berechnet
Beim bedarfsorientierten Ausweis werden die Angaben zu Heiztechnik und stand der Wärmedämmung über ein Computerprogramm berechnet. Das Ergebnis weist sowohl die Endenergie, also den tatsächlichen Verbrauch, als auch den Primärenergiebedarf aus. Dieser zweite Wert (Primärenergiebedarf) bezieht auch die Energie mit ein, die für Herstellung, den Transport und die Lagerung des Brennstoffs notwendig ist, und ist damit eine wichtige Kennzahl für die ökologische Qualität des Hauses.
Hier ein Beispiel:
Ein Altbau verbraucht pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr 27 Liter Heizöl. Ein Liter Heizöl entspricht, wie auch ein Kubikmeter Erdgas, rund 10 Kilowattstunden Energie. Im Energiepass steht als Endenergiebedarf 270 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr (abgekürzt 270 kWh/m²a). Der Primärenergiebedarf (Gesamtenergieeffizienz) ist meistens höher als der Endenergiebedarf, es sei denn, es kommen erneuerbare Energieträger wie Holz, Solarenergie, Erdwärme oder Luftwärme dazu.

Eine Tabelle ordnet die Werte verschiedenen Energiestandards zu; von grün für extrem sparsam bis dunkelrot für sehr verschwenderisch. In einer zweiten Skala lässt sich ablesen, wie viel Energie verschiedene Gebäudetypen verbrauchen. Ein Passivhaus benötigt zum Beispiel nur 15 kWh/m²a.
Welche Unterlagen brauchen Sie für die Berechnung?
Baupläne, Grundrisse, Abrechnungen. Vorhandene Unterlagen liefern dem Energiepass-Aussteller erste Informationen zum energetischen Zustand des Gebäudes. Zum Beispiel zur Qualität der verwendeten Baumaterialien, zur Wärmedämmung oder zum Heizungssystem. Soll ein Verbrauchsausweis ausgestellt werden, müssen die Heizkostenabrechnungen der vergangenen drei Jahre vorliegen.
Um fehlende Daten zu ergänzen und energetischen Schwachstellen besser auf die Spur zu kommen, ist es ratsam, dass der Energieberater oder die Energieberaterin das Haus vor Ort prüft, sowohl für den Bedarfs- als auch für den Verbrauchsausweis.



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